Baustromanschluss beantragen: Ablauf, Kosten und Wartezeit

Ohne Strom kein Baufortschritt. Wer einen Baustromanschluss beantragen will, muss den Antrag beim örtlichen Netzbetreiber einreichen, einen Elektrofachbetrieb einbinden und mit einer Vorlaufzeit rechnen. Dieser Leitfaden erklärt den Ablauf Schritt für Schritt, welche Kosten anfallen – und wie Sie die Zeit bis zum festen Anschluss netzunabhängig und emissionsfrei überbrücken.

Kurz erklärt: Baustrom wird über einen im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragenen Elektrofachbetrieb angemeldet. Er stellt den normgerechten Baustromverteiler und meldet die benötigte Leistung an. Die Wartezeit reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Für Baubeginn und abgelegene Standorte überbrückt eine mobile Akku-Powerstation die Lücke – sofort verfügbar, ohne Abgase und ohne Genehmigung.

Was ist ein Baustromanschluss?

Ein Baustromanschluss ist die zeitlich befristete Stromversorgung einer Baustelle über das öffentliche Netz. Er versorgt Werkzeuge, Beleuchtung, Kräne, Container und Trocknungsgeräte, bevor der endgültige Hausanschluss in Betrieb geht. Kern ist ein normgerechter Baustromverteiler (Anschlussschrank) mit Zähler, Fehlerstrom-Schutzschaltern (RCD) und den benötigten CEE-Steckdosen – ausgelegt nach DIN VDE 0100-704 und der DGUV-Information zu Baustromverteilern.

Baustromanschluss beantragen – Schritt für Schritt

  1. Zuständigen Netzbetreiber ermitteln. Nicht der Stromlieferant, sondern der örtliche Verteilnetzbetreiber (DSO) ist für den Anschluss zuständig. Die Zuordnung erfolgt über die Postleitzahl bzw. den Standort.
  2. Elektrofachbetrieb einbinden. Die Anmeldung erfolgt über einen im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragenen Elektrofachbetrieb. Nur eingetragene Betriebe dürfen den Anschluss anmelden und den Verteiler anschließen.
  3. Leistung und Standort angeben. Benötigte Anschlussleistung (kW/Ampere), Standort der Baustelle, Lageplan und gewünschter Zeitraum werden im Antrag hinterlegt.
  4. Baustromverteiler bereitstellen. Der Verteiler wird gekauft oder gemietet und muss den geltenden Normen entsprechen. Häufig übernimmt der Elektrobetrieb Beschaffung und Prüfung.
  5. Zähler setzen und freischalten. Nach Prüfung setzt der Netzbetreiber den Zähler und schaltet den Anschluss frei. Parallel schließen Sie einen Liefervertrag für den Baustrom.

Baustrom Kosten – die Bestandteile

Die Baustrom-Kosten setzen sich aus einmaligen und laufenden Positionen zusammen. Die genaue Höhe hängt von Netzbetreiber, Anschlussleistung und Standort ab.

PositionArtWovon abhängig
Anschluss-/BaukosteneinmaligEntfernung zum Netz, Tiefbau
Miete Baustromverteilerlaufend/pauschalGröße, Ausstattung, Mietdauer
Zählermiete & GrundpreislaufendNetzbetreiber, Vertrag
Arbeitspreis (ct/kWh)verbrauchsabhängigLieferant, Verbrauch

Faustregel: Je weiter die Baustelle vom nächsten Anschlusspunkt entfernt liegt und je mehr Tiefbau nötig ist, desto höher die einmaligen Kosten. Bei abgelegenen Standorten kann ein fester Anschluss unwirtschaftlich werden – hier ist eine mobile Lösung oft die günstigere Wahl.

Baustromanschluss Wartezeit – womit müssen Sie rechnen?

Die Wartezeit ist der am häufigsten unterschätzte Faktor. Je nach Netzbetreiber, Auslastung und nötigen Bauarbeiten am Netz reicht die Vorlaufzeit von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Lagepläne, Genehmigungen und Tiefbau verlängern den Prozess zusätzlich.

Deshalb gilt: Den Antrag so früh wie möglich stellen – idealerweise, sobald der Bauzeitenplan steht. Sonst ist die Baustelle einsatzbereit, aber es liegt noch kein Strom an.

Die Wartezeit überbrücken – netzunabhängig und emissionsfrei

Zwischen Baubeginn und aktivem Netzanschluss klafft oft eine Lücke. Klassisch wird sie mit einem Diesel-Generator geschlossen – mit Abgasen, Lärm, Kraftstofflagerung und Problemen in Umweltzonen. Eine mobile Akku-Powerstation wie der GM 3600 liefert stattdessen sofort 230-V-Strom, ohne Genehmigung und ohne Emissionen:

Angebot anfragen Akku vs. Diesel-Generator →

Häufige Fragen (FAQ)

Wer beantragt den Baustromanschluss?

Die Anmeldung erfolgt über einen im Installateurverzeichnis des zuständigen Netzbetreibers eingetragenen Elektrofachbetrieb. Er reicht die Unterlagen ein, meldet die Leistung an und stellt den normgerechten Baustromverteiler.

Wie lange dauert es, bis der Baustrom steht?

Je nach Netzbetreiber, Standort und nötigem Tiefbau von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Ein früher Antrag verringert das Risiko, dass die Baustelle bereit ist, aber noch kein Strom anliegt.

Aus welchen Kosten setzt sich Baustrom zusammen?

Aus einmaligen Anschluss-/Baukosten, der Miete für Baustromverteiler und Zähler sowie laufenden Kosten aus Grundpreis und Arbeitspreis (ct/kWh). Die Höhe hängt von Netzbetreiber, Anschlussleistung und Standort ab.

Wie überbrücke ich die Zeit ohne Netzanschluss?

Für den Baubeginn oder abgelegene Standorte liefert eine mobile Akku-Powerstation wie der GM 3600 sofort 230-V-Strom – emissionsfrei, leise und ohne Genehmigung. Sie überbrückt die Wartezeit und ersetzt den Diesel-Generator, bis der feste Anschluss steht.

Weiterführend: Mobile Stromversorgung für die Baustelle · Akku-Stromaggregat vs. Diesel · Produktseite & Messwerte GM 3600 · Übersicht Baustellenstrom.

Angaben zu Ablauf, Kosten und Wartezeit sind allgemeine Orientierung und ersetzen keine verbindliche Auskunft des zuständigen Netzbetreibers; Regelungen und Preise variieren regional. Leistungs-/Laufzeitangaben zum GM 3600 sind Richtwerte (je nach Last und Bedingungen), Stand 07/2026, netto zzgl. MwSt., Änderungen vorbehalten.